12.9.06

HOK Lesen: Quellen: Anmerkungen zu Google Books

Erste Erfahrungen mit Google Books, das etliche Bücher als Scans im PDF-Format anbietet - nicht wenige darunter auch kostenlos. Hardy Green berichtet in Business Week von seinen Erfahrungen mit dem Download (brach wegen der Grösse der Datei ab) und dem Lesen (er entdeckte Anmerkungen wohl aus Studentenhand aus der Zeit der Jahrhundertwende im Buch) mit seinem Google Book, einer Ausgabe von Charles Dickens' A Tale of Two Cities aus dem Jahr 1908 (die ich zwar bei Google gefunden habe, aber nicht als Full-View-Datei, die frei heruntergeladen werden kann).

Ist Google hier nicht eine Gefahr für jene Verlage, die von der Neuausgabe von Klassikern leben?
Peter Gale Nelson, assistant director of Brown University's creative writing program, also questions the economic impact. "It may be less expensive to buy a printed version than to pay the cost of toner and paper." The Google mechanism, he added, "could be most useful for a book that's hard to find, one where this is the only way to get it."
Derweil weisen Verantwortliche des Bereichs Distributed Proofreaders des Gutenberg Projects (wo urheberrechtsfreie Klassiker von Freiwilligen zunächst eingetippt, mittlerweile aber auch eingescannt werden) auf die Notwendigkeit von Qualitätssicherungsmassnahmen hin (gefunden bei O'Reilly-Radar). Nicht selten geht die eine oder andere Seite beim Massen-Scannen à la Google verloren - oder Bildlegenden werden abgeschnitten. Das kann im Einzelfall ausserordentlich ärgerlich sein. Doch ein kontrollierendes Gegenlesen (Proof-Reading) gibt es bei Google nicht - zu teuer. Eine Gelegenheit, über die Vor- und Nachteile von so genannten "Laien-Projekten" nachzudenken, wo Freiwillige gemeinsam Inhalte erarbeiten.

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2 Kommentare:

Um 12/9/06 13:21, Anonymous ap. meinte...

Googel Booksearch blockiert unsinnigerweise das Downloaden von weltweit gemeinfreien Büchern von außerhalb der USA. Abhilfe schafft das Surfen über einen US-Proxy, z. B. www.nodeproxy.com

Google weiß wohl um die Dürftigkeit der Google-Volltexte und hat daher schon mal die OCR-Software als Open Source "freigegeben", wodurch wohl zurecht nachhaltige Verbesserungen erhofft werden. Für Bücher in Fraktur ist Googles OCR allerdings noch überhaupt nicht benutzbar.

 
Um 12/9/06 14:10, Blogger jan hodel meinte...

Danke für den wichtigen Hinweis, was die Blockierung ausserhalb USA angeht. Allerdings konnte ich einige ältere Titel in Google Books durchaus ansehen - nur eben jenen besagten nicht. Vielleicht gilt der "Ban" nur für in den USA publizierte Bücher? Ich fand bei Google selber (auf die Schnelle) keine entsprechenden Angaben.

Stichwort "Fraktur" und Scan-Qualität: die Google Books liegen als PDF-Dateien vor. Dies unterscheidet den Google-Ansatz von Project Gutenberg, das die Texte als unformatierten Text anbietet, der dadurch den Vorteil hat, mit jeder Software gelesen werden zu können und daher auch in Jahren noch zugänglich zu sein. Dabei gehen allerdings Illustrationen, Schrifttypen und Annotationen (wie im obigen Beispiel erwähnt) der Original-Vorlagen verloren.

 

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